ABENDBROT MIT AIDA #4 – LONDON EDITION

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London ist für passionierte «Foodies» wie mich ein absoluter Traum. Schon im Vorfeld hatte ich hochfliegende Pläne: In einem Ottolenghi-Deli wollte ich schlemmen und auf der Brick Lane das beste Curry suchen, bei Drunken Monkey Dim Sums essen, Fish’n’Chips an der Themse knabbern und am liebsten wäre ich auch in eines der vielen Restaurants von Jamie Oliver gegangen.

Aber so viel kann man in drei Tagen gar ja nicht essen. Aber was ich in den paar Tagen entdeckt habe, war ziemlich phänomenal! Wir wissen ja alle, was bei uns ein reichhaltiges Abendbrot wäre, frühstücken Briten, also begann mein erster Tag in London mit einem richtigen British Breakfast – allerdings vegetarisch – im Café The Premises. Der wirklich süße Laden auf der Hackney Road in East London gehört zu einem Aufnahmestudio, also kann man tagein, tagaus hübsche Nachwuchsrockstars vorbeidefilieren sehen. Nach dem Frühstück konnte ich den ganzen Tag nicht mehr essen. Wirklich! War aber auch ganz gut, weil wir anschließend im sehr teuren, aber auch sehr schönen und gut ausgestatteten Edel-Biomarkt «The Grocery» herumstreunten. Wäre ich hungrig gewesen, hätte ich mich dort arm geshoppt!


Als ich wieder essen konnte, war es schon längst nachts und da besuchten wir einen Pub in der Nachbarschaft meines Gastgebers: Sebright Arms. Hier gibt’s «the best of London’s Microbrewers» und diverse Ciders und Perrys (Birnen Cider). Dazu isst man sehr gute Burger und Hot Dogs, die nach Schauspielern bzw. bekannten Filmfiguren benannt werden. Und es gibt vegetarisch/vegane Alternativen! Verantwortlich dafür zeichnen sich derzeit die Köche von «Lucky Chips», einer High-End Burgerbraterei, die hier temporäre Kitchen-Residents sind. Aha. Jedenfalls sollen die Burger zu den derzeit besten der ganzen Stadt gehören und ja, sie sind wirklich verdammt gut. So gut, dass man danach satt und glücklich direkt ins Bett fallen kann…


Weiter ging’s am Freitag direkt mit dem Mittagessen: Ein Tisch im Corner Room wartete auf uns, das Restaurants des schönen Town Hall Hotels. Dort kocht Nuno Mendes, einer der besten Köche Englands – ach was, der Welt! – ein ziemlich günstiges Lunch: Für 17 Pfund (Also knapp 20 Euro) gibt’s eine Vor- und eine Hauptspeise, für 21 Pfund noch ein Dessert hinterher. Ein ziemlich fairer Preis angesichts der Tatsache, dass hier wirklich ein Starkoch mit den Töpfen klappert. Und es war ein Traum! Hier treffen Zutaten aus der Region auf japanische Einflüsse und feiern eine Party auf deiner Zunge. Rundum empfehlenswert und ein wirklich tolles Erlebnis!

Empfehlenswert ist auch direkt um die Ecke ein kleiner Buch-/Magazinladen/Galerie, wo ich das wundervolle «The Gourmand Magazine» ergattert habe. Dessert für den Kopf. In Berlin wird man bestimmt bei Motto oder Do You Read Me?! fündig.


Zu guter Letzt habe ich samstagmorgens noch den Broadway Market besucht. Bei strahlendem Sonnenschein. Und das in London! Da gab es dann Hot Salt Beef Bagels für mich, kleine vegetarische Pies mit Kürbis und Ziegenkäse, vietnamesischen Eiskaffee und Miniaturcupcakes und, und, und… Leider war ich an dem Tag nicht gerade mutig, sonst hätte ich noch «Eel in Jelly» probiert, aber hey, das war bestimmt nicht mein letzter Londonaufenthalt!



Wer bis zum nächsten Abendbrot noch mehr mit Aida futtern möchte, dem sei ihr Blog Improkitchen an den Magen gelegt.

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  • Lilly

    Lecker! Das macht hungrig und total Lust auf London! Super geschrieben, danke für die vielen Tipps! Da soll noch einer behaupten, bei den Britten isst man schlecht.