Sonntag, 07.10. Roche & Böhmermann – ZDF.kultur

Ich will nicht felsenfest und vehement behaupten, dass ich an dieser Stelle eine Vorreiterin des guten Geschmacks bin, aber als Anfang des Jahres alle über ein neues “nerviges und unstrukturiertes Format” sprachen, war ich schon längst Feuer und Flamme für Roche & Böhmermann. Seit der ersten Sendung war für mich klar: Lieblingsshow und Lieblingstypen.

Charlotte Roche und Jan Böhmermann schaffen das, was alle anderen nicht hinbekommen: Sie stellen ihren fünf Gästen, mit denen sie an einem runden Tisch sitzen, in einem dem frühen Fernsehen nachempfundenen Studio, in dem geraucht und getrunken werden darf (und muss), spontane Fragen und springen durch alle Themengebiete, die die Assoziationsketten hergeben. In den lustigsten Einspielern der Welt, wird jeder bekannte (oder auch nicht so bekannte) Gast detailliert vorgestellt. Der Ansager William Cohn baut darin Fakten ein, die man sonst niemals erfahren würde (Anna Thalbach sichert sich die Domain digithalbach.de? Ich liege vor Lachen auf dem Boden!).

Aufgehübscht wird die Sendung durch schöne “Special Effects”, gerade in den ersten Folgen wurde ordentlich Konfetti verschossen. Außerdem gibt es in der Mitte einen Knopf, der die Selbstzensur ermöglicht, wenn gerade mal jemand auspackt, wie viel er fürs Dschungelcamp wirklich bekommen hat. Dann spulen die Moderatoren, wenn es gerade mal so richtig Scheiße läuft, einfach ihre eigene Sendung zurück oder sitzen 2 Minuten schweigend da. Unvergessen der Auftritt von Olli Schulz und der “Max Herre Skandal”. Falls ihr jetzt nicht wisst, wovon ich spreche, schaut es euch umgehend in der ZDF Mediathek an. Ich sage es euch: Believe the hype.

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