Modevergnügen #16: Die Festivalsaison beginnt – Klamotten & Freikarten
Meine erste Festival Erfahrung im letzten Jahr ist mir noch bestens in Erinnerung. Ausgerüstet mit leider nicht nur dem Nötigsten zog ich den gefühlt menschengroßen Rollkoffer in meinen Keilespandrillos durch den Schlamm auf dem Weg zum Zeltplatz. Spätestens am Eingang wurde mir auch klar, dass ein Handy auf einem Feld mit ca. 80.000 Menschen auf einem Haufen empfangstechnisch abgehakt werden muss – gut dass ich mir auch nicht so genau notiert hatte wo denn der Rest meiner Räuberbande ihr Lager aufgeschlagen hatte, so war es also ein Kinderspiel und schon am nächsten Morgen fand ich sie alle. Rückblickend war auch hier der Weg das Ziel denn auf meiner Odyssee durch 20 Zeltquartiere traf ich Fabelwesen, menschliches Konfetti, Tagediebe, Hilfsbereitschaft, Liebe, Frieden und Harmonie in seiner reinsten Form – hach ja doch.
Am Ende gab es haufenweise Glück, gute Musik und die wertvolle Erkenntnis, dass es zu diesen Ausnahmetagen nicht mehr als 6 (bis 10) Dinge braucht: Einen Schlafsack, genug Dosenravioli und Bier, Freunde, eine Zahnbürste und ein bis vier Wohlfühloutfits und da mach ich mir auch nichts mehr vor – auch wenn die Bilder der Alexa Chungs oder Kate Bosworths immer ultra cool wirken, haben sie und ihre Stylisten doch ewig an diesem betont (nach)lässigen Open-Air-Look gefeilt und im Zelt müssen die sich bestimmt auch nicht umziehen. Ohnehin ist höchstens beim Coachella dieser Laufstegalarm ausgebrochen auf allen anderen Festivals macht man sich nach spätestens dem ersten Tanz im Sommerregenmatsch bitte keine Gedanken mehr darum ob das Kleid noch akkurat sitzt. Eher spielt es eine Rolle mit einem Griff angezogen zu sein um zum nächsten Gig zu tänzeln. Einer der wenigen Orte an dem ich Pro-Funktionalität bin und die Funktion heißt sich dem Rausch hingeben (Drogenfrei versteht sich). Weniger Gedanken ums Outfit machen gilt hier denn es herrscht Ausnahmezustand den man nicht übermäßig mit Klamottenfragen verschwenden sollte. Wohingegen Dekorationen den sonst so tristen Alltagskörper reich und kreativ schmücken dürfen und für den Berliner der noch immer nicht den Tempel der Dekoartikel für sich entdeckt hat sei an dieser Stelle Deko Behrendt ans Herz gelegt.
Nichtsdestotrotz ist es nicht schwierig auch mit praktischen Dingen schön gerüstet zu sein. Hier habe ich ein paar Lieblingsfestivalteile für euch zusammengestellt auf die ich auch dieses Jahr nicht verzichten werde:
Habt ihr nun auch ein bisschen Lust auf Festival bekommen? Dann schickt mir einfach ein Foto von eurem unschlagbaren Festivaloutfit an [email protected] und der beste Style gewinnt 2 Karten für das Immergut Festival mit Acts wie Alle Farben, The Hundred in the Hands, Pupkulies & Rebecca, Kakkmaddafakka, Totally Enormous Extinct Dinosaurs, Blood Red Shoes, und vielen, vielen mehr. Als zweiter Preis winkt ein Paar Gummistiefel yeah! Ich bin schon gespannt auf eure Einsendungen.
Bildbeschreibungen:
1. Bustiertop von American Eagle 2. Wildhearts High Waist Denim Shorts 3. Vintage Leder Tasche über modcloth.com 4. Panamastrohhut von Pantropics über boutique1.com 5. Mara Hoffman Jumpsuit 6. Kette von Pamela Love 7. Joe Brown Weste über debenhams.com 8. Opening Ceremony Bootie 9. Stricktop pretaportobello.com 10. Persol Sonnenbrille 11. Rock von H&M Fashion against Aids 12. Parka von Joseph über netaporter.com 13. Gummistiefel von Hunter
