Die hohe Kunst der tiefen Töne

...was kann man von einem act erwarten, der im letzten jahr noch eines von unzähligen wunderkindern war und eben in diesem einen jahr, eine entwicklung hingelegt hat, die man so kaum beschadet überstehen kann.

nicolas jaar war an diesem abend für eine menge überraschungen gut, aber fangen wir von vorne an:
valentin stip, der kompangnon von jaars clown and sunset label durfte eine stunde lang mit seinen samplebasierten und rauschlastigen produktionen, das publikum aufs bevorstehende vorbereiten. beim anblick des set-ups wurde klar, heute abend gibt es nur laptop gigs, und so war es auch.

als nicolas jaar dann anfing, wurde es ersteinmal lauter. die vom album bekannte vorliebe für vor- und zwischenspiele kam auch in den nächsten zwei stunden zu tragen. jaar spielte zwei zugaben und kitzelte im letzten akt gehörig am trommelfell. generell waren düstere tendenzen und abwegigere nuancen zu erkennen. kein track wurde so wiedergegeben wie man ihn bisher kannte. "space is only noise if you can see" hätte in der form genausogut von depeche mode stammen können. wenn nico die eigene stimme benutzte, dann nur gefiltert oder verzerrt.

die zweite zugabe brachte dann die gewünschte funktionalität zu tage und das publikum bedankte sich lautstark für "mi mujer" und nicos "into the night" remix im original von azari & III. wer dachte mehr geht nicht lag aber wiederum falsch. jaar kam erneut wieder und rundete den abend mit dem remix zu notorious BIGs "juicy" ab, sowie "Winter Rose" von the bees als letzten track.

perfekter abend, aber noch lange nicht alles pulver für heute verschossen.


ein (kleiner) Nachbericht von rudolph beuys (Beatrausch)

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